Die Geschichte
Am Anfang stand ein Golf
Ein zunächst "normaler" VW Golf IV, 5 Jahre alt, mit einer Laufleistung von 75.000 km, einer ansprechenden Ausstattung und in einem außerordentlich gepflegten Zustand. Eigentlich das Wunschauto für einen jungen 21-jährigen, der nach seiner Ausbildung gerade seinen Zivildienst absolviert.Benjamin Halbe kaufte den besagten VW Golf im Januar 2005 in Siegen. Bis hierhin noch ein alltägliches Geschäft, wenn dieses Fahrzeug nicht einen bedeutenden Vorbesitzer gehabt hätte: Josef Kardinal Ratzinger, unseren heutigen Papst und Heiligen Vater Benedikt XVI.
Mit der Wahl von Kardinal Ratzinger zum Oberhaupt der katholischen Kirche wurde Benjamin Halbe bewusst, dass er nun doch ein ganz besonderes Fahrzeug besaß. Daraufhin reifte der Plan, dieses Auto über ebay zum Verkauf anzubieten, ohne überzogene Erwartungen, sondern nur mit dem Ziel, etwas mehr als den ausgelegten Kaufpreis zu erzielen, um sich hiervon ein neues Fahrzeug zulegen zu können.
Mit Beginn der ebay-Auktion am 25.04.2005 kam jedoch eine Lawine ins Rollen, die die Vorstellungsgabe aller Beteiligten und Beobachter mehr als gesprengt hat. Der "Papst-Golf" wurde zum Mittelpunkt des Interesses aller öffentlichen Medien, mit fast 10 Millionen Besuchern wurde die Auktion zur meistverfolgten in der weltweiten ebay-Geschichte.
Schließlich brach auch der Verkaufserlös für das Fahrzeug alle ebay-Rekorde. Für 188.938,88 € wechselte der VW Golf seinen Besitzer an das amerikanische online-Casino Golden Palace, nachdem in der letzten Auktionsphase schon keine Gebote interessierter Bieter mehr eingestellt werden konnten.
Selbst mit der Übergabe des "Papst-Golfes" wurde es um Benjamin Halbe noch nicht ruhiger. Zahlreiche Berichterstattungen begleiteten das Geschehen der folgenden Tage und Wochen und fanden eine Abrundung in einem Fernsehauftritt bei Stern-TV, der beliebten Abendshow mit Günter Jauch.
Es reifte eine Idee
Schon während der noch laufenden ebay Auktion hatte sich Benjamin Halbe dazu entschlossen, einen Teil des für ihn völlig unerwarteten "Geldsegens" gemeinnützigen Einrichtungen zu spenden. So wurden bereits die Einnahmen aus dem Link eines Weindepots auf der Internet-Auktionsseite wie auch das Honorar für den Stern-TV Auftritt dem Kinderhospiz "Balthasar" in Olpe, dem Heimatort des glücklichen Verkäufers, zur Verfügung gestellt.Der Hinweis auf die "gute Tat" in der Fernsehsendung und eine persönliche Spende von Benjamin Halbe, deren Überreichung ebenfalls in der Presse veröffentlicht wurde, führte zu einem ausgesprochen hohen Interesse an der Arbeit des ersten Kinderhospizes in Deutschland. Die Mitarbeiter des Hauses freuten sich darüber, zahlreiche Fragen zur Einrichtung und ihrer Tätigkeit zu beantworten, und auch über die Spenden, die im Nachgang dieser etwas unkonventionellen Form der Öffentlichkeitsarbeit noch entgegengenommen werden konnten.
Vor dem Hintergrund dieser außergewöhnlichen Spendenbereitschaft und der Überzeugung, auch langfristig die Hospizidee für Kinder unterstützen zu wollen, reifte schließlich der Entschluß, eine eigene Stiftung ins Leben zu rufen, um eine dauerhaft angelegte und kontinuierliche Hilfeleistung für die Kinderhospizarbeit zu gewährleisten.
Benjamin Halbe fasste gemeinsam mit Freunden den Plan, bis zum "TV-Finale" am 11.12.2005, wo innerhalb des Jahresrückblicks "Menschen-Bilder-Emotionen" mit Günter Jauch die Papst-Golf Geschichte noch einmal abschließend dargestellt wurde, das Vorhaben der Stiftung Wirklichkeit werden zu lassen. Mit tatkräftiger Unterstützung der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe, die sich bereit erklärte, die treuhänderische Trägerschaft der Stiftung zu übernehmen und einer großartigen Mitwirkung aller Behörden, Institutionen und Unternehmen, die an den Gründungsaktivitäten beteiligt waren, konnte die Idee innerhalb weniger Wochen realisiert werden.
Wir sind stolz und dankbar, Ihnen heute unsere Stiftung "Hoffnungsschimmer" vorstellen zu können.
Informieren Sie sich im folgenden Teil "Stiftungsprojekte" über die Anliegen und Projekte, die wir durch unsere Arbeit unterstützen möchten!
