Stiftungsprojekte
Das Hauptanliegen unserer Stiftung "Hoffnungsschimmer" ist die aktive und langfristig angelegte Förderung der Kinderhospizarbeit in Deutschland, die sicherlich den Schwerpunkt in den Bedürfnissen unserer heimischen Region haben wird.
Dabei war eines unserer Hauptmotive zur Gründung einer Stiftung der Wille und das Ziel, dauerhafte und kontinuierliche Hilfe zu leisten und über das Kuratorium und den Beirat, die unsere zukünftigen Aktivitäten mit Leben erfüllen sollen, eigenständig Projekte zu begleiten oder zu initiieren. Dadurch ist sichergestellt, dass unsere Unterstützung genau dort ankommt, wo wir sie für notwendig erachten. Nicht zuletzt ist es auch unser Anspruch, die Arbeit, die durch unsere Stiftung gefördert wird, selbst zu "erleben" und mit zu gestalten. Nöte, Ängste und Sorgen durch die Brille der betroffenen Personen zu sehen, schafft gegenseitiges Verständnis und Vertrauen. Eine wirksame Hilfestellung werden wir zudem durch kompetente mit der Kinderhospizarbeit vertraute Ansprechpartner erhalten.
Immerhin nahm diese Form der Hospizarbeit in Olpe, dem Sitz unserer Stiftung, mit der Gründung des Deutschen Kinderhospizvereines im Jahr 1990 und der Errichtung des ersten deutschen stationären Kinderhospizes "Balthasar" im Jahr 1998 ihren Ursprung.
Mit den folgenden Zeilen möchten wir Sie nun kurz informieren über
| Ziele, Aufgaben und Inhalte der Kinderhospizarbeit und | |
| Bereiche der Kinderhospitzarbeit, die wir mit unserer Stiftung ausbauen und fördern wollen |
Die Kinderhospizarbeit richtet sich an alle Familien mit Kindern, die an schwersten körperlichen und geistigen Krankheiten mit der Folge einer verkürzten Lebenserwartung leiden.
Dabei versteht sich Kinderhospizarbeit als "Begleitung auf dem Lebensweg". Ihr Anliegen ist neben der medizinischen und pflegerischen Versorgung der erkrankten Kinder, auch die Unterstützung und Entlastung der betroffenen Familien in ihrer Gesamtheit. Sie beginnt mit dem Zeitpunkt der Diagnose einer unheilbaren Erkrankung und reicht bis über den Tod eines geliebten Kindes hinaus.
Das Ziel der Arbeit besteht darin, die Lebensqualität der kranken Kinder, ihrer Eltern und auch ihrer Geschwister zu erhöhen, um ihnen auf ihrem schwierigen Weg eine erfüllte und positive Gestaltung der noch gemeinsam verbleibenden Zeit zu ermöglichen.
Unterstützung erfahren die Familien sowohl in der Bewältigung ihrer alltäglichen Aufgaben, aber auch durch Gespräche, Zuhören, ein miteinander "aushalten" und eine pädagogische oder psychologische Betreuung. Sehr wichtig ist es, die Hilfe an den individuellen Bedürfnissen und Ansprüchen jeder einzelnen Familie zu orientieren, um deren Selbstbestimmung und Entscheidungskompetenz zu erhalten. So kann bei allen Maßnahmen das Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" verfolgt werden.
Die Verwirklichung des Gedankens der Kinderhospizhilfe ruht auf zwei Säulen:
In stationären Kinderhospizen können Familien bis zu vier Wochen im Jahr ein zweites Zuhause in Anlehnung an die vertraute häusliche Atmosphäre finden. Die stationären Einrichtungen, von denen das Kinderhospiz "Balthasar" in Olpe die erste dieser Art in Deutschland war, gewährleisten den Familien eine Versorgung rund um die Uhr, bei der auch die erkrankten Kinder von erfahrenem Fachpersonal medizinisch und therapeutisch betreut werden.
Die Eltern erwartet hier eine Oase der Ruhe, um sich von der immensen Belastung des Alltags zu erholen, wieder Kraft und Hoffnung zu schöpfen und sich ein wenig auf ihre anderen Kinder zu konzentrieren.
Darüber hinaus bietet die Gemeinschaft natürlich die Möglichkeit, sich mit anderen betroffenen Familien auszutauschen, Erfahrungen, Sorgen und Ängste sowohl mit weiteren Eltern als auch mit dem Betreuungsteam des Hauses zu besprechen.
In der letzten Lebensphase der Kinder ist in der Regel ein unbegrenzter Aufenthalt im Hospiz möglich. Durch die Übernahme der oft zu Hause nicht mehr allein zu leistenden Pflege kann die Familie in dieser Zeit zusammenbleiben. Für die Kinder ist eine würdevolle und schmerzfreie Begleitung bis zum Tod gewährleistet. Auch die Eltern werden umfassend betreut, können sich in der Geborgenheit des Hauses auf den Tod ihres Kindes vorbereiten und finden Hilfe und Beistand in der schweren Zeit des Abschieds.
Um die Familien auch in der Zeit, die sie nicht im Kinderhospiz verbringen können, nicht allein zu lassen, werden in jüngster Zeit verstärkt ambulante Kinderhospizdienste eingerichtet.
Diese Dienste übernehmen zunächst eine Informationsfunktion, um den betroffenen Familien Möglichkeiten aufzuzeigen, welche Hilfeleistungen für ihr erkranktes Kind sie in ihrer schwierigen Situation in Anspruch nehmen können. Ihr Hauptanliegen ist jedoch, auch in der häuslichen Umgebung der Familie entlastend zur Seite zu stehen, sei es durch die Übernahme alltäglicher Arbeiten, die Betreuung der übrigen Kinder oder darin, jederzeit als verlässlicher und vertrauter Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.
Die ambulanten Kinderhospizdienste verfügen in der Regel über eine hauptamtlichen Fachkraft mit entsprechender Ausbildung, die Koordinationsaufgaben wahrnimmt im Kontakt mit den Pflegediensten, Kliniken, Behörden und allen ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die Betreuung der Familien wird über ehrenamtliche Hospizhelfer sichergestellt, die regelmäßig und systematisch geschult und auf ihre Aufgaben vorbereitet werden.
In der Praxis können die ambulanten Initiativen aufgrund der Vielfältigkeit ihrer Hilfeleistungen einen Radius von nicht mehr als 50 Kilometern abdecken.
Sowohl der weitere Aufbau der Kinderhospizarbeit zur Schaffung eines möglichst
flächendeckenden Versorgungsnetzes insgesamt wie auch die Finanzierung stationärer oder ambulanter Einrichtungen im einzelnen bedarf einer umfangreichen finanziellen Unterstützung, da nur ein Teil der entstehenden Kosten über das System der Kranken- und Pflegeversicherungen abgedeckt werden kann.
So kommen wir wieder zum Anliegen unserer Stiftung zurück:
Wir möchten Hilfe leisten - wir möchten einen "Hoffnungsschimmer" verbreiten
Helfen Sie unserer Arbeit, helfen Sie allen Familien mit unheilbar erkrankten Kindern durch Ihre Spende, Ihren Rat oder auch Ihre Mitarbeit.
Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung !
